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Ohrmuschel­korrektur

Korrektur abstehender Ohrmuscheln

Meist stehen die Ohren deshalb ab, weil der Knorpel der Ohrmuschel zu wenig gewölbt und gefaltet ist. Der Knorpel kann durch eine Operation so korrigiert oder geformt werden, dass das Ohr anliegt.


Der Eingriff wird in Narkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt. 
Der Hautschnitt liegt unauffällig an der Rückfläche der Ohrmuschel. Von hier aus wird der Ohrmuschelknorpel durch Knorpelschnitte sowie Nähte so geformt, dass die gewünschten Wölbungen und Falten entstehen, die das Ohr zum Anliegen bringen. Überflüssiger Knorpel und etwas Haut werden bedarfsweise sparsam herausgeschnitten. Nach dem Wundverschluß wird die Ohrmuschel durch einen speziellen Kopfverband in der neuen Lage fixiert.
Kein Arzt kann den Erfolg seiner Behandlung und ihre absolute Risikofreiheit garantieren. Die allgemeinen Komplikationen operativer Eingriffe, wie z.B. Infektionen und Überempfindlichkeiten auf Nahtmaterial und Betäubungsmittel sind bei diesem Eingriff jedoch vergleichsweise selten. Nachblutungen aus den Wunden kommen nur gelegentlich vor, sind nie lebensbedrohlich und machen selten eine operative Blutstillung erforderlich.


Extrem selten sind Knorpelhautentzündungen. Sie können die Form der Ohrmuschel verändern und das Operationsergebnis damit erheblich beeinträchtigen.
Für kürzere Zeit besteht an der Rückseite der Ohrmuschel eine umschriebene leichte Gefühlsstörung, die sich meist im Laufe der Zeit von selbst zurückbildet.


Durch die Ohrmuschelkorrektur lässt sich in der Regel ein gutes Ergebnis erreichen. Da die fehlerhaft Form der abstehenden Ohrmuschel bei fast jedem Patient anders ist, lässt sich das operative Vorgehen meist erst während der Operation festlegen. Es ist daher auch aus diesem Grunde bei ästhetischen Operationen unmöglich, den gewünschten Erfolg zu garantieren. Insbesondere lassen sich endgültige Form und Stellung sowie Seitengleichheit nicht mit absoluter Sicherheit vorhersagen. Nicht auszuschließen ist, dass durch Narbenzug oder Rückstellkräfte im Knorpel die Ohren nach einiger Zeit erneut abstehen.
Umgekehrt ist denkbar, dass sich durch zu starken Narbenzug die Ohren zu stark an den Kopf anlegen.
All diese oder andere unerwünschte Formvarianten lassen sich in der Regel operativ nachkorrigieren.


In der ersten Woche nach der Operation bitten wir Sie um 2x tägliche Temperaturmessung und schriftliche Registrierung der Werte. Auf diese Weise können entzündliche Komplikationen rechtzeitig erkannt werden. Bitte unterrichten Sie uns, wenn Temperaturen über 37.3°C, starke Schmerzen oder Blutungen auftreten und wenn der Verband verrutscht.
Wenn Ihr Kind zu längeren Blutungen nach geringfügigen Verletzungen oder z.B. nach Ziehen eines Zahnes neigt, teilen Sie uns dies bitte mit. Informieren Sie auch, wenn eine solche Blutungsneigung in der Familie vorkommt. Bitte nennen Sie alle Krankheiten, die Ihr Kind hat, sowie die Medikamente, die eingenommen werden. Weisen Sie darauf hin, wenn Ihr Kind eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Medikamente oder Nahrungsmittel hat, die sich z.B. in Hautrötung, Ausschlag, Quaddelbildung oder Juckreiz zeigen können.